Fernab vom Trubel der Altstadt hinter ihren von Touristen überlaufenen Stadtmauern verbirgt das Viertel Saint-Servan eine Adresse seltener Art: eine authentische Malouinière aus dem 18. Jahrhundert, die zu einem Hotel umgestaltet wurde. Le Valmarin gehört zu jener ganz besonderen Architektur, die typisch für die Region von Saint-Malo ist und einst von den reichen Reedern und Kapern der Stadt erbaut wurde.
Was ist eine Malouinière?
Malouinières sind Lustschlösschen, die im 17. und 18. Jahrhundert von den großen Handelsherren und Kapern von Saint-Malo errichtet wurden, die durch Seehandel und Kaperfahrt reich geworden waren. Anders als die Schlösser der Loire bevorzugen diese Häuser Schlichtheit und ausgewogene Proportionen statt protzigem Prunk: regelmäßige Granitfassaden, Schieferdächer, französische Gärten, die zum Spazieren einladen. Rund sechzig sind rund um Saint-Malo noch erhalten, doch nur sehr wenige sind als Hotel für die Öffentlichkeit geöffnet.
Ein bewahrtes Anwesen, ein stiller Park
Le Valmarin hat das Wesentliche seines ursprünglichen Charakters bewahrt: hohe Decken, Granitkamine, alte Dielenböden und vor allem einen bewaldeten Park, der das Haus völlig vom Trubel der Stadt abschirmt, obwohl die Altstadt nur wenige Autominuten entfernt liegt. Die Zimmer, untergebracht im Hauptgebäude und seinen Nebengebäuden, verbinden Antiquitäten mit zeitgenössischem Komfort, in einem Geist, der eher an ein Familienanwesen erinnert als an ein standardisiertes Grandhotel.
Saint-Servan, das andere Gesicht von Saint-Malo
Wer in Le Valmarin absteigt, entscheidet sich zugleich dafür, Saint-Servan zu entdecken, ein historisches Viertel, das diskreter ist als die ummauerte Altstadt, bekannt für seinen Solidor-Turm und seine ruhigen Gassen entlang der Rance. Der Kontrast zum sommerlichen Andrang an den Stadtmauern ist auffällig: Hier bleibt das Tempo das eines Wohnviertels, kaum gestört von ein paar Spaziergängern.
Ein idealer Ausgangspunkt zur Erkundung der Küste
Von Le Valmarin aus erreicht man die ummauerte Kaperstadt, ihre denkmalgeschützten Stadtmauern und die Strände von Le Môle oder Bon Secours in wenigen Minuten. Das Anwesen ist zudem eine praktische Basis, um nach Dinard überzusetzen, in nur zehn Minuten mit dem Boot erreichbar, oder um Dinan und den Mont-Saint-Michel zu erkunden, unumgängliche Wahrzeichen des bretonischen und normannischen Erbes.
Warum hier absteigen
Le Valmarin richtet sich an alle, die Saint-Malo entdecken möchten, ohne die touristische Dichte der Altstadt in der Hochsaison zu erleiden. Es ist eine Einladung zum Entschleunigen, in einem seltenen historischen Rahmen, während man dennoch in Gehweite oder mit kurzer Fährverbindung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Kaperstadt bleibt.
