Die Riviera denkt man sich meist in der Sommersaison, überfüllt von Megayachten und Privatstränden. Es gibt jedoch eine andere Art, sie zu erleben: langsam, im Winter, indem man Nizza, Menton und Monaco im Verlauf einer Woche verbindet, ohne den Zwang eines Strandtages oder einer frühen Reservierung. Das ist die Riviera der Kenner, die ihre Architektur, ihre Gastronomie und ihr Licht ohne die Hektik der Hochsaison offenbart.
Tage 1-3: Nizza, der Ankerpunkt
Nizza dient als ideale Basis für diese Winterwoche: gut angebunden und kompakt, ermöglicht es, leicht in die umliegenden Dörfer auszuschwirren. Widmen Sie die ersten Tage der Altstadt von Nizza, der Promenade des Anglais und einem Ausflug zu den Höhen des Schlosshügels. Die Museen Matisse und Chagall lassen sich hier in der vollkommenen Ruhe der Nebensaison besuchen.
Tag 4: Menton und seine Wintergärten
Menton, genannt die „Perle Frankreichs“, profitiert von einem Mikroklima, das den Zitrusfrüchten erlaubt, fast das ganze Jahr über zu blühen. Die Stadt veranstaltet traditionell ihr Zitronenfest mitten im Winter, ein farbenfrohes Ereignis, das sich von der Ruhe des übrigen Saison abhebt. Die Gärten Serre de la Madone und Val Rahmeh besucht man ohne die erdrückende Sommerhitze, in einer fast südländischen Atmosphäre.
Tage 5-6: Monaco jenseits des sommerlichen Glanzes
Monaco, oft mit dem Grand Prix und dem sommerlichen Trubel assoziiert, entdeckt man im Winter anders. Der Felsen, das Ozeanographische Museum und die exotischen Gärten lassen sich in einem entspannteren Tempo besuchen, und das Fürstentum bietet sogar einige gastronomische Adressen, die außerhalb der großen Veranstaltungen zugänglicher sind.
Tag 7: Rückfahrt über die Moyenne Corniche
Beenden Sie diese Route auf der Straße der Moyenne Corniche zwischen Nizza und Monaco, die im Winter dank trockenerer und klarerer Luft als im Sommer eine außergewöhnliche Sicht auf die Küste bietet. Ein Halt in Èze, einem im Sommer oft überfüllten Bergdorf, erlaubt diesmal einen ruhigen Spaziergang durch seine mittelalterlichen Gassen.
Wo man auf der Strecke übernachtet
Wählen Sie für die ersten Tage in Nizza ein Hotel Richtung Promenade des Anglais, dann eine charmante Adresse im alten Menton, um das lokale Mikroklima zu genießen. In Monaco ermöglichen die Winterpreise den Zugang zu Häusern, die in der Hochsaison sonst außer Reichweite sind.
Wann genau man reisen sollte
Der Februar, zwischen dem Zitronenfest in Menton und bereits längeren Tagen, bietet das beste Gleichgewicht zwischen Ruhe, Budget und lokalem Treiben.
